Schwimmhilfen
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Schwimmhilfen sind weit verbreitet und man findet sie an praktisch jedem
Beckenrand, neben dem obligaten, meist trotz Hülle durchnässten
Trainingsprogramm und der Flasche mit hoffentlich isotonischem Getränk! Wie in
vielen Sportarten herrscht auch hier ein kleiner Glaubenskrieg über den Einsatz
dieser Hilfen. Die einen schwören darauf, die anderen verdammen sie in die
Tiefen des Beckens. Wir stellen Euch hier die wichtigsten vor und Ihr
entscheidet einfach selbst, was Euch hilft und was nicht: |
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Pull-Buoy |
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Der Ausdruck Pull-Buoy stammt aus dem Englischen und heisst übersetzt
"Zieh-Boje". Dieses Hilfsmittel wird zwischen die Oberschenkel geklemmt, wo es
für Auftrieb sorgt - so dass kein Beinschlag mehr nötig ist. Der Schwimmer zieht
sich dann im Wasser nur noch mit den Armen vorwärts und
trainiert auf die Weise
ausschliesslich den Oberkörper. Man kann viele Schwimmer beobachten, die trotz
Pull-Buoy mit Beinschlag schwimmen. Das ist natürlich nicht der Sinn der Übung.
Diese Boje soll die Beine vollkommen ruhig stellen. Versuchen sie also auf jeden
Fall, die Beine so ruhig wie möglich zu halten. Sie sollten die Boje ebenfalls
nicht zwischen die Unterschenkel klemmen, weil
dies zu einer Überdehnung der Lendenwirbelsäule führen kann.
Gerade Steve Tarpinian kritisiert dieses Hilfsmittel in seinem Buch sehr stark.
Er ist der Meinung, dass die Pull-Buoy nur eine schlechte Beinarbeit und
schlechte oder fehlende Rotation vertuschen kann. Er empfiehlt ganz klar, das
Ding einfach zu meiden und durch kurze Flossen zu ersetzen und damit
lieber
Beinschlags- und Rotationstraining zu machen. Sorry liebe Schwimmtrainer - ist
nicht meine Aussage! Das muss jeder selber wissen :-) |
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Schwimmbretter |
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Eine der wohl bekanntesten Hilfen ist das Schwimmbrett, das in Hunderten von
Farben und Formen erhältlich ist. Eigentlich ist es das Gegenstück zur
Bull-Buoy, denn hier werden die Arme ruhig gestellt und ein Auftrieb für den
Oberkörper erzeugt.
Als Schwimmer können Sie so Ihren Oberkörper entlasten und sich auf die
Beinarbeit konzentrieren. Vor allem wenn Sie für einen Sprint trainieren,
ist ein kraftvoller Beinschlag sehr wertvoll, währen er bei den
Langstreckenschwimmern praktisch "nur" der Stabilisierung der Wasserlage dient.
Doch auch hier gibt es Kritik. Das Brett erzeugt einen unnatürlichen Auftrieb
und begünstigt einen flachen Beinschlag ohne Rotation. Hand aufs Herz, wann
haben sie beim Training schon jemanden beobachtet, der Trotz Verwendung eines
Schwimmbrettes seinen Körper in der Längsachse rotiert? Ideal ist das
Brett aber sicher auch für Anfänger, die damit die grundlegende Beinarbeit
erlernen können. Ich bin der Meinung es tut in jedem Training gut,
sich einmal
100% auf die Beinen konzentrieren zu können. Zudem gibt es etwas Abwechslung und
macht nicht zuletzt Spass. |
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Paddels |
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Die grundlegende Idee von Paddels ist es, die Handflächen künstlich zu
vergrössern und so während der Zugphase das Gefühl für das Wasser zu
verbessern. Mit Hilfe der Paddels lässt der Anstellwinkel während
der einzelnen Phasen des Armzuges besser fühlen. Das neuromuskuläre System
führt Bewegungen, die mit Hilfe der Paddels erlernt wurden, mit der Zeit
vollkommen automatisch aus. Bei einem falschen Zugmuster erhalten Sie augenblicklich Feedback, weil
dies unweigerlich zu einer Verschneidung der Hand führt. Vorsicht bei der Verwendung von zu grossen
Paddels. Dies kann mit der Zeit durch Überbeanspruchung zu Schulterschmerzen führen.
Mit Paddels sollte man keine Grundlagenausdauerprogramme schwimmen. Sie sind
besser geeignet, um die Technik des Armzuges zu verbessern, die Schnelligkeitsausdauer
oder die Schnelligkeit zu verbessern. Auch bei diesem Hilfsmittel gilt, dass eine
falsche Verwendung sehr schnell dazu führen kann, Fehler zu kaschieren, als sie
zu korrigieren. Sie sollten sie ausserdem maximal 25% einer Trainingseinheit verwenden. |
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Flossen / Kurzflossen |
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Flossen sind aus dem Grund ein sehr wichtiges Hilfsmittel, weil sie
die korrekte Ausführung vieler Übungen erleichtern.
Durch den zusätzlichen Vortrieb erhält man eine gute Wasserlage und kann sich so
z.B. auf einen Einarmzug im Kraulschwimmen konzentrieren.
Beim Schwimmen mit Flossen achtet man ausserdem viel
bewusserter auf seine Beine. Das trägt dazu bei, dass man sie im
Strömungsschatten seines Körpers hält und somit einen zu grossen Ausschlag mit
hohem Wasserwiderstand vermeidet. Für das Kraftausdauertraining eignen sich vor
allem kurze Flossen, weil damit eine höhere Frequenz, und somit dem Wettkampf
ähnlichere Technik erreicht werden kann. Beim Sprinttraining kann mit Flossen
sehr gut erlernt werden, welche Körperhaltung die
"Wasserschnittigste" ist. Ausserdem wird durch die Verwendung von Flossen
ebenfalls die Beweglichkeit des Fusses verbessert. Klingt fast nach einem
Wundermittel für alle Probleme. Vielleicht nicht ganz, aber sie sind sicher eine
der sinnvollsten Schwimmhilfen überhaupt. Achten Sie bitte unbedingt darauf,
dass Ihr Beinschlag beim Kraulschwimmen aus den Hüften
und nicht aus den Knien kommt!! |
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Schwimmbrille |
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Während viele Schwimmhilfen vielleicht eher in die "Nice to have" Kategorie
fallen, ist eine gute Schwimmbrille eher Pflicht als Kür. Zwar kann man auch
ohne Brille schwimmen, aber sie schützt Ihre Augen vor brennendem Chlor- und
Salzwasser und sorgt für klare Sicht und gute Orientierung. Reines Chlorwasser
brennt übrigens nicht in den Augen und führt auch nicht zu Rötungen. Ebenfalls
erzeugt es nicht den typischen Schwimmbadgeruch. Brennen, Rötung und Geruch
entstehen erst, wenn Chlor mit Urin reagiert. Das klingt sicher etwas
eklig - trotzdem sind die in Schwimmbädern enthaltenen Mengen von Urin absolut
unbedenklich.
Vor allem, wenn Sie viel im offenen Gewässer schwimmen, ist es zwingend nötig,
dass die Brille auch über einen guten UV-Schutz verfügt. Denn ähnlich wie der
Schnee beim Skifahren sorgt auch die Wasseroberfläche für eine starke
Reflektion der UV-Strahlen, die Ihre Augen schädigen kann. Schwierig ist es
oft, eine Brille zu finden, die sich perfekt der eigenen Gesichtsform anpasst,
da der Augenabstand bei jedem Menschen anders ist. |
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Bei guten Schwimmbrillen finden Sie daher verschiedene Nasenstege, die
sich leicht austauschen lassen. Wenn Sie einmal die perfekte Brille gefunden
haben, kaufen Sie am besten gleich 2-3 Stück davon. Das absolut beste Mittel
gegen Beschlag ist übrigens immer noch Spucke. Verreiben sie etwas davon auf den
Innenseiten beider Gläser und lassen Sie sie antrocknen! Erst dann können Sie
die Brille kurz ausspülen und verwenden. Wenn Sie die Brille zu schnell auswaschen,
wird sie trotzdem beschlagen. |
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Weitere Schwimmhilfen |
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